Wir hatten grosses Glück mit unserer gewählten Reisezeit für die Malediven dieses Jahr. Wir trafen fast auf den Tag genau zum Ende der Regenzeit ein. Somit konnten wir bei zwei Wochen bestem Wetter tauchen. Die Insel Mirihi (www.mirihi.com) ist eher klein und liegt im Ari Atoll. Es gibt weniger als 40 Bungalows und somit ist die Anzahl der Gäste und damit auch der Taucher auf den Schiffen meist sehr überschaubar.

Manta


Die Insel selber verfügt über ein sehr schönes Hausriff, welches fast überall mit Hartkorallen bewachsen ist. Das Wrack der "Madige" ist für Taucher in rund 25m Tiefe gut zu erreichen.

An der Südspitze des Atolls sind zur Zeit fast täglich Walhaie anzutreffen. Es ist etwas einfacher diese Riesen beim Schnorcheln zu beobachten. Beim Tauchen braucht es einfach noch etwas mehr Glück, dass sie lange genug bleiben. Die Tauchgänge führten zu den vielen Thilas im Ari Atoll. Je nach Strömung sind unzählige Schwarmfische auf der strömungszugewanten Seite anzutreffen. Neben den kleineren Fischen sind immer wieder auch Weisspitzenriffhaie, Napoleons, Thunfische oder auch Schildkröten zu sehen. Auch ein jagender Schwarm Blaustreifenmakrelen ist keine Seltenheit.

Rochen beim fressen Walhai
"Nemo" Nacktkiemenschnecke
Kugelfisch beim ausruhen Geistermuräne

Ein besonderes Erlebnis sind aber immer wieder die Treffen mit den Mantas. Die Planktonmenge an einigen Punkten ist gigantisch, was die grossen Meeresbewohner immer wieder anlockt. Somit gelang es häufig mit den Mantas zu tauchen oder zu schnorcheln. Es ist schon ein unvergessliches Erlebnis, mit diesen Riesen zu tauchen. Aus einiger Entfernung waren schon die helleren Unterseiten zu entdecken, bis man die langsamen Flügelschläge ausmachen konnte. Zum Teil zogen ganze Gruppen von etwa 50 Tieren direkt an uns vorbei und drehten immer wieder ab ins Zentrum der Planktonwolke. Rund um uns herum schwammen die Mantas mit offenem Mund um so viel wie möglich aus dem Wasser filtern zu können.


Oft blieben sie weit über eine Stunde an den fast gleichen Stellen. Irgendwann ist aber jede Flasche leer, auch wenn die Mantas noch nicht vollgefressen sind und weiterziehen.

Wir hoffen, dass wir neben unzähligen unvergesslichen Eindrücken auch die Langsamkeit der Insel etwas in den Alltag mitnehmen können...

Marco Bolliger